30 Juli, 2014

Sanktionen gegen Russland – Deutschland angeschlagen


Die Sanktionen gegen Russland werden Deutschland sehr teuer kosten, warnen die Experten. „Von allen EU-Ländern hat Deutschland den größten Warenaustausch mit Russland und wäre von den Sanktionen am stärksten betroffen“, sagte Eckhard Cordes, Vorsitzender des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft. Der Bundesverband Mittelständischer Unternehmen (BVMW) sieht die Lage drastisch. „Insgesamt hängen sogar rund 300.000 Arbeitsplätze in Deutschland am Russland-Geschäft“, sagte der Präsident des BVMW, Mario Ohoven. Aber nach Ansicht von Finanzminister Wolfgang Schäuble sind die wirtschaftlichen Interessen Deutschlands bei der Frage nach verschärften Sanktionen gegen Russland zweitrangig. Es ist bekannt, dass Deutschland bereits mehr als fünf Milliarden Euro verloren hat, die Wirtschaftsleistung geht nach unten. Bald sollen 25.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Bundesaußenminister Steinmeier pocht darauf, dass die Lasten aus neuen Russland-Sanktionen gleichmäßig auf die EU-Staaten verteilt werden. „Wenn es negative Folgen gibt, dann müssen sie auch in Europa insgesamt getragen werden“, sagte der SPD-Politiker in einem Deutschlandfunk-Interview. Ob Rumänien, Serbien, PIGS und andere EU-Mitglieder, die von der Finanzkrise stark betroffen sind, bereit sind, für die Kosten der Ukraine-Krise zu zahlen?

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